Menschen, die einen Angehörigen pflegen, bewältigen in ihrem Alltag große Herausforderungen. Sie führen einerseits ihr eigenes Leben und helfen andererseits dem pflegebedürftigen Menschen bei der Verrichtung alltäglicher Aktivitäten wie z. B. beim Aufstehen, Waschen, Ankleiden, Essen. Sie haben die Aufgabe, für die Lebensqualität des pflegebedürftigen Menschen und für die eigene Gesundheit zu sorgen. Diese Doppelrolle kann leicht zu einer Überforderung werden und die Gesundheit aller Beteiligten beeinträchtigen.

Kinaesthetics geht davon aus, dass die Unterstützung eines pflegebedürftigen Menschen dann gesundheits- und entwicklungsfördernd ist, wenn sie ihn in seinen eigenen Bewegungsmöglichkeiten, in seiner Eigenaktivität und Selbstwirksamkeit unterstützt. Eine Voraussetzung dafür ist die Bewegungskompetenz der pflegenden Personen.

Auf unserer Website haben wir vielfältige Informationen für pflegende Angehörige zusammengetragen. Hier erfahren Sie mehr über:

  • Kinaesthetics und das Programm «Kinaesthetics Pflegende Angehörige»
  • konkrete Bildungs- und Unterstützungsangebote wie «Häusliche Schulungen»
  • Kinaesthetics-TrainerInnen in Ihrer Nähe
  • Finanzierungsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen
  • hilfreiche Informationen und Links
  • Fotoserien und Videos mit Anregungen dazu, wie Sie alltägliche Aktivtäten gestalten können
  • Erfahrungsberichte von pflegenden Angehörigen
  • und vieles mehr

 


 

Treppensteigen

Wie kann die Treppe sicher und mit weniger Anstrengung bewältigt werden?
  08.05.20 
Kinaesthetics Pflegende Angehörige

Eine Möglichkeit kann sein, seitwärts die Treppe hinunter- oder hinaufzugehen. Dadurch können auch die Arme genutzt werden, um sich abzustützen und sich auszubalancieren. So kann das Gewicht auf eine Seite verlagert werden und das entlastete Bein die nächste Stufe erreichen. Anschließend wird das Gewicht auf das vorher entlastete Bein verlagert. Ein langsames und schrittweises Vorgehen kann die Anstrengung reduzieren und mehr Sicherheit und Stabilität bewirken.

Die pflegende Angehörige hält nicht fest, sondern folgt der Bewegung, sichert und begleitet.

Unter der Rubrik «Fotoserien» finden Sie weitere mögliche Varianten und Ideen, wie sie trotz eventueller Bewegungseinschränkung anstrengungsarm und selbstständig die Treppe hinauf oder herunter gelangen können.




 - Die UnterstützerIn begleitet und sichert. Dies ist zum Beispiel am Becken gut möglich.
 - um die Beine weniger zu belasten, das Gewicht über die Arme auf das Treppengeländer leiten.
 - das Gewicht so verlagern, dass dies über den Oberkörper und die Arme auf eine Körperseite verlagert wird.
 - im nächsten Schritt ist es möglich, das entlastete Bein auf die nächste Stufe zu stellen.
 - das Gewicht auf das vorher entlastete Bein verlagern.
 - das Gewicht wieder ausgleichen und auf beide Körperseiten zurückverlagern.