Menschen, die einen Angehörigen pflegen, bewältigen in ihrem Alltag große Herausforderungen. Sie führen einerseits ihr eigenes Leben und helfen andererseits dem pflegebedürftigen Menschen bei der Verrichtung alltäglicher Aktivitäten wie z. B. beim Aufstehen, Waschen, Ankleiden, Essen. Sie haben die Aufgabe, für die Lebensqualität des pflegebedürftigen Menschen und für die eigene Gesundheit zu sorgen. Diese Doppelrolle kann leicht zu einer Überforderung werden und die Gesundheit aller Beteiligten beeinträchtigen.

Kinaesthetics geht davon aus, dass die Unterstützung eines pflegebedürftigen Menschen dann gesundheits- und entwicklungsfördernd ist, wenn sie ihn in seinen eigenen Bewegungsmöglichkeiten, in seiner Eigenaktivität und Selbstwirksamkeit unterstützt. Eine Voraussetzung dafür ist die Bewegungskompetenz der pflegenden Personen.

Auf unserer Website haben wir vielfältige Informationen für pflegende Angehörige zusammengetragen. Hier erfahren Sie mehr über:

  • Kinaesthetics und das Programm «Kinaesthetics Pflegende Angehörige»
  • konkrete Bildungs- und Unterstützungsangebote wie «Häusliche Schulungen»
  • Kinaesthetics-TrainerInnen in Ihrer Nähe
  • Finanzierungsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen
  • hilfreiche Informationen und Links
  • Fotoserien und Videos mit Anregungen dazu, wie Sie alltägliche Aktivtäten gestalten können
  • Erfahrungsberichte von pflegenden Angehörigen
  • und vieles mehr

 


 

  10.06.16 
Kinaesthetics Pflegende Angehörige

Die individuelle Schulung in häuslicher Umgebung ermöglicht einen gemeinsamen Lernprozess zwischen der pflegenden Angehörigen, der Pflegebedürftigen und der Kinaesthetics-TrainerIn.
In diesem gemeinsamen Lernprozess entdecken die Beteiligten, wie die Pflegebedürftige ihre Arme zum Stützen und Steuern des eigenen Körpers nutzen kann.
Dieses Lernen wirkt sich unmittelbar auf die Gesundheitsentwicklung der Beteiligten aus. Die Pflegende Angehörige wird zur Lernbegleiterin und muss nicht heben. Die Pflegebedürftige nutzt ihre eigene Bewegung und erreicht durch die Aktivierung ihrer Muskeln mehr Beweglichkeit.
Der gemeinsame Lernerfolg wirkt sich positiv auf das Selbstvertrauen der Beteiligten aus.

Vorbereitung des Ortswechsel - Die Tochter assistiert ihrer Mutter so, dass diese ihre Hände zum Stützen nutzen kann.
Selbst in Bewegung kommen - Die Mutter beginnt mit der Fortbewegung. Die Tochter organisiert das Hilfsmittel.
Sich selbst fortbewegt - Der gemeinsam Lernprozess ermöglicht der Mutter, das Gehen in den Stuhl selbst zu gestalten.