Erfahrungen mit Kinaesthetics

Lebensqualität erfahren, auch in besonderen Lebenslagen ist dies möglich

Was ist möglich, wenn man sich wenig bewegen kann?
Wie kann Pflege so gestaltet werden, dass Möglichkeiten zur Eigenaktivität und Selbstwahrnehmung unterstützt werden?

Diesen Fragen gehen Jutta Hausschild und Meike Bartels-Damhuis in ihren täglichen Pflegesituationen nach.
Sie schildern ihre Erfahrungen und zeigen auf, dass es um die kleinen und alltäglichen Achtsamkeiten geht, die Lebensqualität unterstützen.


Youtube-Kanal der European Kinaesthetics Association


Kinaesthetics Pflegende Angehörige

"Gemeinsam mehr bewegen" so heißt der Artikel im Senioren-Ratgeber, dem Gesundheitsmagazin der Apotheken, der in der Oktoberausgabe erschienen ist. Dieser Bericht gibt einen Einblick darüber, wie pflegende Angehörige in einem Kinaesthetics Grundkurs lernen, um achtsam mit sich selbst um zu gehen und ihren Angehörigen je nach seinen verbliebenen Fähigkeiten mit ein zu beziehen.
Den Senioren-Ratgeber erhalten Sie kostenlos in fast allen Apotheken.



Filmpremiere „Bewegungskompetenz entwickeln“

Franz Sales Haus - Essen - 11. August 2014

Die Selbsthilfegruppe Heredo Ataxie veranstaltet seit vielen Jahren Kinaesthetics Grund- und Aufbaukurse für ihre Mitglieder.
Im Sommer 2013 hat ein Filmteam die Lernprozesse beobachtet und Interviews mit den Kinaesthetics- TrainerInnen und TeilnehmerInnen durchgeführt.
Am 11. August 2014 wurde der Film erstmals vor einem Publikum, welches aus über 60 Personen bestand, öffentlich vorgeführt.
Nach der Vorstellung gab es eine rege Beteiligung an dem inhaltlichen Feedback und die pflegenden Angehörigen gaben ihre Erfahrungen und Kompetenzen in kleineren Gesprächsgruppen an Profis und Interessierte weiter.


Filmtrailer

Kinaesthetics Filmpremiere Essen 2014 - Einlass der Besucher
Kinaesthetics Filmpremiere Essen 2014 - Feedback aus dem Plenum nach der Filmpremiere
Kinaesthetics Filmpremiere Essen 2014 - Feedback aus dem Plenum
Kinaesthetics Filmpremiere Essen 2014 - Maren Asmussen-Clausen, Projektleitung für den Film, bietet dem Publikum eine Bewegungserfahrung
Kinaesthetics Filmpremiere Essen 2014 - Austausch zu den Erfahrungen
Kinaesthetics Filmpremiere Essen 2014 - Besucher der Filmpremiere
Kinaesthetics Filmpremiere Essen 2014 - Dr, Thomas Collenberg, Leiter der Selbsthilfegruppe und Dagmar Jordan, Kinaesthetis-Trainerin, berichten über ihre Erfahungen
Kinaesthetics Filmpremiere Essen 2014 - Gespräche beim Sektempfang
Kinaesthetics Filmpremiere Essen 2014 - Gesprächsrunde der Teilnehmer mit Experten und Mitgliedern der Selbsthilfegruppe
Kinaesthetics Filmpremiere Essen 2014 - Mitglieder der Selbsthilfegruppe berichen über ihre Erfahrungen
Kinaesthetics Filmpremiere Essen 2014 - Experten lernen von pflegenden Angehörigen
Kinaesthetics Filmpremiere Essen 2014 - reger Austausch zwischen Mitgliedern der Selbshilfegruppe und Pflegeprofis
Kinaesthetics Filmpremiere Essen 2014 - Mitglieder der Selbsthilfegruppe
Kinaesthetics Filmpremiere Essen 2014 - Mitglieder der Selbsthilfegruppe
Kinaesthetics Filmpremiere Essen 2014 - lehrreiche Momente

Bewegen im Bett zum Kopfende

Allein zum Kopfende bewegen
Kinaesthetics Pflegende Angehörige

Die Bilderfolgen zeigen unterschiedliche Möglichkeiten, um in Richtung Kopfende im Bett liegend zu gelangen. In folgenden Varianten soll aufgezeigt werden, wie diese Bewegung für alle Beteiligten relativ anstrengungsarm gestaltet werden kann. Damit können Gesundheit und Eigenaktivität direkt unterstützt werden. Die Bilderserien können lediglich Anregungen bieten, um die für Sie passenden Möglichkeiten zu entdecken.

Durch die abwechselnde Verlagerung des Körpergewichtes wird eine "gehende Fortbewegung" ermöglicht. Schritt für Schritt gelangt eine Person auf diese Weise mit relativ wenig Anstrengung im Bett zum Kopfende.

 - es ist hilfreich, selber auszuprobieren, wie ich mich
 - ich verlagere das Gewicht auf eine Seite und mache mit der entlasteten Seite einen Schritt Richtung Kopfende
 - ich bringe das Gewicht wieder auf beide Seiten und wiederhole den Vorgang auf der anderen Seite

Bewegen im Bett zum Kopfende

Zum Kopfende bewegen mit Unterstützung - Variante 1
Kinaesthetics Pflegende Angehörige

Als pflegender Angehöriger können Sie eine andere Person darin unterstützen, sich zum Kopfende zu bewegen. Helfen Sie ihr die drei Schritte der gehenden Fortbewegung zu verstehen. Das Gewicht wird auf eine Seite verlagert, die entlastete Seite beugt sich etwas in Richtung Kopfende, dann wird das Gewicht zurück auf die andere Seite gelegt. Begleiten Sie gegebenenfalls diesen Bewegungsablauf. Wenn die Beine für die Fortbewegung im Liegen genutzt werden können, stellt dieses eine wertvolle und zu erhaltende Fähigkeit dar.

 - die pflegende Angehörige begleitet die pflegebedürftige Person bei der gehenden Bewegung dabei, das Gewicht auf die eine Seite zu verlagern
 - die entlastete Seite beugt sich etwas Richtung Kopfende
 - dann wir das Gewicht wieder zurückgelegt

Bewegen im Bett zum Kopfende

Zum Kopfende bewegen mit Unterstützung - Variante 2
Kinaesthetics Pflegende Angehörige

Sollten die Beine nicht aktiv angestellt werden können, ist es möglich, dass die Beine beim Bewegen mit einem Kissen unterstützt werden.

 - wenn die Beine nicht aktiv bewegt werden können, können diese mit einem Kissen unterstützt werden
 - die pflegende Angehörige begleitet den Bewegungsablauf
 - die pflegende Angehörige hilft die Schritte der gehenden Bewegung Richtung Kopfende zu verstehen

Bewegen im Bett zum Kopfende

Zum Kopfende bewegen mit Unterstützung - Variante 3

Es kann hilfreich sein, wenn die Beine von der helfenden Person gestützt werden. In der gezeigten Situation kann die pflegebedürftige Person selbst ihren Oberkörper drehen und sich so gehend fortbewegen.

 - es kann hilfreich sein, die Beine zu stützen
 - die pflegebedürftige Person kann ihren Oberkörper selbst drehen
 - die pflegebedürftige Person bewegt sich gehend fort

Aufstehen vom Boden

Sich selbst auf den Boden begeben und wieder aufstehen

Die folgenden Bilderserien zeigen Varianten, vom Boden aufzustehen. Bei diesen Möglichkeiten werden verschiedene Grundpositionen verwendet, um den Weg vom Boden zum Stehen langsam und in Etappen zu gehen.

Es ist hilfreich auszuprobieren, wie mit Hilfe der verschiedenen Positionen der Weg zum Stehen gelingen kann. Jeder Weg ist dabei individuell.

 - Es ist hilfreich, selber auszuprobieren, wie der Weg vom Boden zum Stehen gelingen kann
 - Legen Sie eine Unterlage zum Schutz für Ihre Knie bereit
 - Mit der weichen Unterlage können Sie diese Position als Zwischenschritt nutzen
 - Sie können ihren Oberkörper als nächsten Schritt mit Hilfe der Umgebung aufrichten
 - Der Einbeinstand ist der nächste Zwischenschritt
 - Das andere Bein folgt und Sie kommen zum Zweibeinstand

Aufstehen vom Boden mit Hilfe

Der Weg zum Aufstehen kann geübt werden

Je nach individueller Situation kann eine Begleitung angeboten werden.
Die helfende Person sucht gemeinsam mit dem Angehörigen nach der nächst höheren Position. So muss nicht getragen werden.

 - Vom Sitzen wird ein Weg in den Hand-Knie-Stand gesucht
 - Die weiche Unterlage schützt die Knie
 - Mit Hilfe der Umgebung kann der Oberkörper aufgerichtet werden
 - Der Einbeinstand ist die nächst höhere Position
 - Das andere Bein folgt
 - Der Zweibeinstand

Der Weg vom Sitzen an der Bettkante in einen Rollstuhl

Abstützen mit den Armen - eine Variante

Als pflegender Angehöriger unterstützen Sie einen anderen Menschen in seinen täglichen Aktivitäten, wie beim Verlassen des Bettes.
Neben dem Erhalt der eigenen Gesundheit gilt es auch dem Angehörigen seine verbliebenen Fähigkeiten und Möglichkeiten zur Fortbewegung aus eigener Kraft auf zu zeigen. Dann wird die Unterstützung zu einem Lernangebot, bei dem die Bewegungskompetenz des Angehörigen erhalten oder entwickelt wird.

Bei dieser Variante hat der Angehörige genügend Kraft, um sich mit seinen Armen abzustützen. Ihre Aufgabe als Angehöriger ist es, diesen Weg zu begleiten und möglicherweise abzuwarten, um eigene Möglichkeiten entdecken zu lassen.

 - ein stabiler Tisch kann zum Abstützen der Arme dienen
 - ein behutsames Begleiten ermöglicht das schrittweise Drehen
 - der Angehörige kann in seinem Tempo mit eigener Kraftanstengung zum Sitzen kommen

Der Weg vom Sitzen an der Bettkante in den Rollstuhl

Abstützen mit den Armen - eine weitere Variante

Jeder Mensch bewegt sich in seinen eigenen gelernten Mustern. Hier wendet sich der zu unterstützende Mensch direkt dem Stuhl zu. Als pflegender Angehörigen folgen Sie diesem Bewegungsmuster und begleiten die drehende Bewegung in den Stuhl.

 - der zu unterstützende Mensch wendet sich dem Rollstuhl direkt zu
 - die pflegende Angehörige begleitet das drehende Bewegungsmuster
 - der Angehörige kommt eigenaktiv zum Sitzen

Wer mehr Unterstützung benötigt, kann nahezu sitzend in den Stuhl gelangen. Sie entfernen die Seitenlehne und legen ein kleines Handtuch oder Kissen als Brücke dorthin. Der Angehörige bewegt sich in kleinen Schritten eigenaktiv in den Stuhl. Sie können sich daneben setzen und den Weg begleiten.

 - die Seitenlehne ist entfernt und ein kleines Kissen als Brücke dorthin gelegt
 - die Angehörige sitzt daneben und begleitet den Weg in kleinen Schritten
 - der Angehörige kommt so nahezu sitzend in den Rollstuhl

Der Weg vom Liegen zum Sitzen an die Bettkante

Sich selbst mit seinen Armen abdrücken

Das Hinsetzen gehört zu den Aktivitäten, über die wir uns im Alltag wenig Gedanken machen. Wenn das selbständige Aufsetzen aufgrund einer Schwäche nicht mehr so leicht fällt, ist eine Auseinandersetzung mit dem Bewegungsablauf hilfreich. In dieser Reihe möchten wir Ihnen dazu einige Ideen geben.

Die pflegende Angehörige begleitet den Bewegungsablauf, bei dem der Angehörige sich beugend, drehend über die Seite zum Sitzen kommt. Dabei drückt er sich mit den Armen ab, um das Gewicht in Richtung Becken fliessen zu lassen.

 - die pflegende Angehörige bietet Orientierung für die Bewegungsrichtung
 - der Angehörige dreht und beugt sich über die Seite
 - die Arme werden zum Hinsetzen genutzt, um das Gewicht in Richtung Becken zu bringen

Es kann hilfreich sein, den Weg vom Liegen zum Sitzen in kleine Teilschritte zu zerlegen. Ein Band am Fußende kann helfen, sich selbständig aufzusetzen. Der andere Arm kann zusätzlich zum Abdrücken genutzt werden.

 - ein Band ist am Fußende angebracht, um Ziehen zu ermöglichen
 - mit dem anderen Arm kann der pflegende Angehörige sich abdrücken
 - um zum Sitzen an der Bettkante zu gelangen

Das Kopfteil des Bettes kann etwas hochgestellt werden, wenn der Angehörige etwas schwach oder unsicher ist. Wenn die zu unterstützende Person einen für sich passenden Bewegungsablauf entdeckt hat, kann die Unterstützung auch in einer Bewegungsbegleitung geschehen. Die begleitende Person berührt am Rücken und unterstützt mit kleinen Impulsen.

 - das Kopfteil des Bettes ist als Unterstützung leicht erhöht
 - die Angehörige hat ihren für sich passenden Bewegungsablauf entdeckt
 - die pflegende Angehörige begleitet und unterstützt mit leichten Impulsen den Bewegungsablauf

Lernangebote beim Treppensteigen

Seitwärts die Treppe hinuntersteigen

Pflegebedürftige Menschen müssen in ihrer Bewegung oft unterstützt werden. Dabei kann das Bewegungskonzept Kinaesthetics eine wichtige Hilfe sein.
Wir stellen Ihnen beispielhaft einige mögliche Bewegungsfolgen vor, diesmal für das Treppensteigen.

Wenn einen Tätigkeit nicht mehr auf die gewohnte Weise durchführbar ist, muss man sich im eigenen Körper neu orientieren. Damit ist gemeint, dass eine gewohnte Aktivität auf eine andere Art und Weise gestaltet wird.
Wenn Sie alleine gehen können, dann bietet das Seitwärtsgehen eine geeignetet Variante, um die Beine weniger zu belasten.

 - ich kann z.B. seitwärts die Treppe hinuntersteigen, wenn ich es nicht mehr in gewohnter Weise tun kann
 - dies kann mir helfen, meine Beine weniger zu belasten
 - ich gehe dabei schrittweise in meinem mir angepassten Tempo voran

Lernangebote beim Treppensteigen

Seitwärts gehen mit Einsatz des Oberschenkels

Manchmal benötigen pflegebedürftige Personen mehr Unterstützung beim Treppensteigen. Eine Möglichkeit bietet der Einsatz des eigenen Oberschenkels, welches der anderen Person Stabilität gibt. Damit die andere Person sich eigenständig bewegen und ihre Balance halten kann, ist es wichtig diese nicht aktiv festzuhalten.
Ihre Aufgabe als pflegender Angehöriger ist das Begleiten der Fortbewegung.

 - Wenn mehr Hilfe benötigt wird, kann der eigene Oberschenkel eine Unterstützung sein
 - dabei ist es wichtig, dass Sie selber sicher stehen und Ihr Gewicht gut ausblancieren können
 - Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Angehörigen nicht festhalten, sondern so begleiten, dass er selber aktiv sein kann

Lernangebote beim Treppensteigen

Treppensteigen in sitzender Position

Wenn ein sicheres Stehen, zum Beispiel aufgrund einer Verletzung oder Erkrankung, nicht mehr möglich ist, kann das Treppensteigen auch in einer tieferen Position wie dem Sitzen geschehen. Hierbei können Hilfsmittel verwendet werden, die den Höhenunterschied der einzelnen Stufen ausgleichen. Ihre Aufgabe als Angehöriger ist das Begleiten, gegebenfalls Sichern der anderen Person.

 - wenn ein sicheres Treppesteigen im Stehen nicht mehr möglich ist, kann dies auch im Sitzen erfolgen
 - Hilfsmittel können den Höhenunterschied der Stufen ausgleichen
 - Ihre Aufgabe ist es dann, Ihren Angehörigenzu begleiten und zu sichern

Am 24.09.2012 begannen 16 TrainerInnen mit der Brückenausbildung zur Kinaesthetics-TrainerIn für pflegende Angehörige.
Nach Abschluss der 12 monatigen Ausbildung wird die Zahl der TrainerInnen, an die sie sich bundesweit für Kinaesthetics Pflegende Angehörige Grund- und Aufbaukurse bzw. Inhouse-Schulungen wenden können, auf 206 gestiegen sein.

Kinaesthetics-TrainerInnen für Pflegende Angehörige - AnsprechpartnerInnen in Sachen Grund-, Aufbaukurs und Inhouse-Schulungen

Ratgeber Pflegeversicherung

Neue Auflage mit Rechtsstand 1. Januar 2012 und voraussichtlichen Änderungen für 2013
Kinaesthetics Pflegende Angehörige

Wir freuen uns Ihnen den Ratgeber Pflegeversichung in der dritten Auflage August 2012 wieder im Shop zur Verfügung stellen zu können. Soweit möglich wurden die kommenden Änderungen im Rechtsstand zum 1. Januar 2013 berücksichtigt.

www.wir-pflegen-zuhause.de - Ratgeber Pflegeversicheurng Rechtsstand 2012/2013

Lernangebote für das Einsteigen ins Auto

Einsteigen mit unterstützender Person übers Stehen

Es gibt unzählige Varianten, um in ein Auto zu gelangen. Probieren Sie es selbst aus.
Sie werden dabei merken, dass es hilfreich ist, wenn Sie sich rückwärts in das Auto setzen. Wenn Sie die verschieden Varianten von Bewegungsabläufen für sich selbst ausprobiert haben, können Sie Ihrem Angehörigen eine Begleitung bieten, sodass er sich möglichst eigenaktiv in das Auto begeben kann.
Es ist zum Beispiel nützlich, dass der Angehörige sich selbst festhält und sich so eigenaktiv in das Auto dreht.

 - als unterstützende Person gebe ich dem anderen Menschen die Möglichkeit, sich selber fest zu halten oder ab zu stützen
 - in kleinen Schritten begleite ich als unterstüzende Person, damit der andere Mensch sich rückwärts ins Auto drehen kann
 - ich begleite die Bewegung und sichere ggf. die Autotür

Lernangebote für das Einsteigen ins Auto

Einsteigen ins Auto alleine mit Hilfsmittel

Wenn wir unsere Beine nicht aktiv einsetzen können, gibt es die Möglichkeit sich direkt in sitzender Position in das Auto zu bewegen. Ein Brett bildet die Brücke, damit Sie mit Hilfe von Gewichtverlagerung sich schrittweise in das Auto bewegen.
Achten Sie darauf, die Bewegung langsam und jederzeit kontrolliert auszuführen.

 - wenn ich die Beine weniger gut nutzen kann, kann ein Brett als Umsetzhilfe dienen. Ich achte darauf, dass der Rollstuhl festgestellt ist
 - ich bewege mich langsam und kontrolliert
 - in sitzender Position kann ich mich drehend aus dem Rollstuhl ins Auto bewegen.

Lernangebote für das Einsteigen ins Auto

Einsteigen ins Auto mit unterstützender Person übers Sitzen

In besonderen Situationen kann es hilfreich sein, dass ich mich selbst als Unterstützungsfläche für meine Angehörige anbiete.
Dabei ist es wichtig, dass ich mich in einer ausbalancierten Position befinde, damit meine Angehörige mich gut nutzen kann,
um in sitzender Position, ohne Stehen zu müssen, ins Auto gelangen kann.

 - Wenn ich jemanden mit schwachen Beinen unterstütze ins Auto zu gelangen, kann ich mich dazu auf die Autokante setzen. Dabei achte ich auf eine gute Position für mich
 - die zu unterstützende Person kann sich mit Hilfe meiner Beine absichern
 - so begleite ich die andere Person schrittweise in sitzender Position ins Auto zu gelangen

Aktivitäten des täglichen Lebens

Ankleiden als Lernangebot

Wenn wir uns an- und auskleiden benutzen wir unsere vorhandenen Bewegungsspielräume.
Bei einer Hilfestellung bieten wir ein Lernangebot, um diese Bewegungsspielräume zu nutzen und damit zu erhalten.

Ausziehen einer Jacke - wenn ich helfe, biete ich ein Angebot zur eigenen Bewegung
Ausziehen einer Jacke - die Person im Rollstuhl bewegt sich selbst aus der Jacke
Ausziehen einer Jacke - sie nutzt ihren Bewegungsspielraum des Armes

Am Beispiel des Aufknöpfen einer Jacke wird das diffenzierte Spiel der Finger deutlich.
Diese grundlegende Fähigkeit der Hand erwerben wir im Laufe unseres Lebens und verfeinern diese durch die tägliche Nutzung.

Aufknöpfen einer Jacke - das besondere Zusammenspiel der Finger wird deutlich
Aufknöpfen einer Jacke - die besondere Fähigkeit der Hand wird genutzt
Aufknöpfen einer Jacke - wenn ich es selbst mache, erhalte ich die Fähigkkeit

Impressionen aus einem Kinaestheticskurs für Pflegende Angehörige

Fotografiert aus der Sicht der Teilnehmerin Barbara Zabka

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Bewegung ist das zentrale Thema von Kinaesthetics.
Pflegende Angehörige erfahren die Qualität Ihrer eigenen Bewegung und erweitern Ihren persönlichen
Handlungsspielraum sowie Ihre Anpassungsfähigkeit im Alltag.

Eigenerfahrung über Körpergewicht und Schwerkraft - Serie fotografiert von Barbara Zabka
Teilnehmer die nach Möglichkeiten suchen vom Boden aufzustehen
Gemeinsam erfahren wie sich der Weg vom Stuhl aufstehen gestalten kann
Teilnehmer unterstützen sich beim Aufstehen vom Boden
Eine Teilnehmerin hilft der anderen beim Aufstehen vom Boden mithilfe eines Stuhls
Ausseinandersetzung mit der eigenen Beweglichkeit bei Selbsterfahrungsübungen